Julia Fischer gehört zu den führenden Geigensolisten weltweit und bringt ihre künstlerische Vielfältigkeit nicht nur als Geigerin, sondern auch als Pianistin und Kammermusikerin zum Ausdruck. Mit gerade einmal vier Jahren begann für die 1983 in München geborene Tochter deutsch-slowakischer Eltern der künstlerische Weg, ihren ersten Klavierunterricht erhielt sie von ihrer Mutter Viera Fischer. Bereits im Alter von neun Jahren wurde sie als Jungstudentin von der renommierten Geigenprofessorin Ana Chumachenco an die Hochschule für Musik und Theater München aufgenommen. 2011 übernahm sie deren Nachfolge.

In der Saison 2016/2017 ist Julia Fischer "Artist in Residence" in ihrer Heimat bei dem Münchner Konzertveranstalter MünchenMusik, außerdem beim Lugano Festival. Im Rahmen ihrer Residenzen ist Julia Fischer neben Orchesterkonzerten auch am Klavier und in verschiedenen Kammermusikkonstellationen zu erleben. Sie spielt mit langjährigen Musikpartnern wie Daniel Müller-Schott, Milana Chernyavska oder Nils Mönkemeyer. Im Frühjahr ist Julia Fischer Solistin bei der Eröffnung des wiederaufgebauten Kulturpalasts in Dresden im Rahmen ihrer Dresdner Residenz.

Eine Rezitaltour gemeinsam mit dem Pianisten Martin Helmchen führt im Herbst nach Asien mit Stationen in Japan, Korea, China und Taiwan. Julia Fischer kehrte im Oktober zurück zum Wiener Musikverein: das ursprünglich mit dem ihr sehr verbundenen Dirigenten Sir Neville Marriner geplante Konzert mit der Academy of St. Martin in the Fields wurde überraschend zum Gedenkkonzert, nachdem Sir Neville Marriner kurz zuvor verstarb. Die Sonaten von Ysaye spielt Julia Fischer bei Solorezitalen in der Londoner Wigmore Hall, dem Palais des Beaux-Arts in Brüssel und dem Berliner Konzerthaus.

Auftritte in Rom mit dem Orchestra dell'Academia Nazionale di Santa Cecilia und Yuri Temirkanow beschließen die Saison.

Höhepunkte der vergangenen Zeit beinhalten Konzerte mit dem Bayerischen Staatsorchester (Kirill Petrenko), dem Chicago Symphony Orchestra (Riccardo Muti) und den Wiener Philharmonikern (Jukka Pekka Salonen).

Zu den aktuellsten Aufnahmen von Julia Fischer zählen eine DVD mit dem Brahms-Konzert mit dem Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst und die erste gemeinsame Duo-CD mit Daniel Müller-Schott. Zuvor brachte Julia Fischer bei Decca u. a. das Violinkonzert Nr. 1 von Bruch und das Dvořák-Violinkonzert gemeinsam mit dem Tonhalle-Orchester Zürich und David Zinman heraus sowie eine CD mit ausgewählten Werken für Violine und Klavier von Pablo Sarasate.

Julia Fischer ist eine ausgezeichnete Pianistin: Anfang 2008 gab sie in der Alten Oper Frankfurt ein Konzert, in dem sie sowohl Griegs Klavierkonzert als auch ein Violinkonzert von Saint-Saëns spielte. Diese viel gelobte Aufführung wurde von der Unitel mitgeschnitten und als DVD bei der Decca veröffentlicht.

Ihre Einspielungen stoßen auf höchstes Lob bei den international wegweisenden Medien und wurden mit vielen Auszeichnungen wie dem BBC Music Magazine Award, dem Choc der Zeitschrift Monde de la Musique, dem Diapason d’Or de l’Année, dem ECHO Klassik und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik bedacht. 

Viele weitere Preise ehren die Künstlerin, so wurde sie in die Jahrhundert-Geiger-CD-Edition der Süddeutschen Zeitung aufgenommen, erhielt den international hoch angesehenen Gramophone Award, den MIDEM Classical Award sowie den Deutschen Kulturpreis. 2016 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Neben ihrer Professorentätigkeit gibt Julia Fischer regelmäßig Meisterkurse während der Musikferien am Starnberger See.

Julia Fischer spielt auf einer Geige von Giovanni Battista Guadagnini (1742) sowie auf einer Philipp Augustin Geige (2011).